integration ist wach

ist der egotronic rmx von ‚drei-tage-wach‘ nun die schon lange erwartete querfront zwischen theoriegeleiteten antideuschen hedonisten und hedonistischen feiernormalos, die ob ihrer nicht bildungsbuergerlichen herkunft ueber kein ideologisches ruestzeug verfuegen ihre feierabendeskapaden theoretisch zu unterfuettern? oder ein subversives projekt, dass durch die mithilfe bei der zerstoerung des volkskoerpers die emanzipation bringen soll?

drei-tage-wach als integrationsmaschine des positiven (oder sogar etwa menschlichen?) patriotismus. das wir konstruiert ueber das gemeinsame erlebnis, das gemeinsame lied, die schoenen fotos und erinnerungen als man sich, total druff und verschallert, in den armen lag. womit man in deutschland wieder bei der tradition des ‚wein, weib und gesang‘ waere, bzw. bei der integrativ-regressiven tendenz, die spachlicher ueberformung insbesondere von elektronischer tanzmusik, inne zu wohnen scheint. das gemeinsame singen, groelen oder kreischen gibt dem individuum scheinbar kraft, transzendiert es und fuegt es in die masse ein. dabei konstruiert nicht nur das ‚wissen‘ um den text das fremde. auch das ‚wollen‘, also der entschluss zur integration, zum gemeinsamen ist notwendig. an maschinengeraeusche eine – in den zu engen grenzen der sprachlichen kommunikation sich festfahrende – erzaehlung zu knuepfen, ist eine regregierung vor die von underground resistance postulierte sonic communication.