texte kennen

ist das mitgroehlen bei konzerten nun eine bekundung der zuneigung oder doch die suche nach der gruppe, wobei die integration sogleich von hierarchisierungen begleitet wird, basierend auf spezifischen wissensvorspruengen? ein zutiefst stoerendes und peinliches tun ist es allemal, denn das sich in lautem gegroehle bahn brechende ekstatische erlebnis wird sogleich in die engen grenzen der sinnhaftigkeit verwiesen, indem es mit inhalten belegt wird, mit mehr oder weniger guten, herausposaunten gedankengaengen. selbst wenn der txt richtige positionen bezieht, werden diese durch das parolenhafte de-formuliert und ausgeblendet. die unmoeglichkeit des hoerens, neben einem weit aufgerissenen, spuckefetzen speienden mund stehend und selbst groehlend, muss wohl der gruppenbildungsprozess in progress sein – integration ohne reflexion und kommunikation, ueber das gemeinsame rekurrieren auf angebotene symbole.