zeit des schlamms

neben der von ihnen zur schau gestellten absoluten verachtung fuer musik, sind open-air festivals – egal ob rock am ring oder punk im ring, ob kommerziell oder nicht – mit der kollektiven regression zu den urspruengen des lebens, die vergeblichen versuche eingeschrieben, das gespaltene subjekt wieder zusammenzufuehren. beim schlammritual reproduziert die johlende menge, unterstuetzt vom autoritaerem duktus des klatschstakkatos, das ’staub bist du und zum staub wirst du zurueckkehren‘ in letzter konsequenz. der geist ist schon tot, beim koerper wird man noch warten muessen. die organisierte, vermeintliche rueckkehr zur natur – der ausbruch – fuehrt nicht in die befreiung, vermag nicht den schleier zu lueften, um einen blick auf moegliches zu gewaehren.