entspannender rassismus

so genannte entspannungsmusik, einer der abscheulichsten produkte des musikalisch-industriellen komplexes der spaetkapitalistischen warenoekonomie, uebertrifft mithin in seiner idee und form noch die muzak in fahrstuehlen und warteraeumen. selbst die zeit der entspannung, der moeglichen kontemplation, soll noch von warenfoermigen klaengen ausgefuellt und in einen warenoekonomisch sinnhaften rahmen eingezwungen werden, dem jeder vernunftgeleitete gedankengang so ausgetrieben werden kann. materialaesthetisch greift dieses produkt, dem gedanken des positiven rassismus folgend und insbesondere bei musiken der peripherie eine naturnaehe vermutend, meist auf instrumente, melodien und akkordfolgen aus suedamerika und asien zurueck. die panfloete sowie chinesische vierteltonmelodien werden unter zuhilfenahme von erheblichen echoraeumen zu einem immergleichen, klebrigen stoergeraeusch vereint und in das rauschen von bambsuwaeldern geschickt, um dort ihr grausames dasein zu verbringen.